In den Abendstunden des 3. Oktober 1226 starb der Hl. Franz von Assisi in der Portiunkula, einer kleinen Kapelle vor den Toren Assisis. Seinen 800sten Todestag feiert die katholische Kirche in diesem Jahr mit einem Franziskusjahr.
Kein ganzes Jahr, aber ein Franziskusfest feierte die St. Franziskus Gemeinde aus diesem besonderen Anlass zu ihrem Patronatsfest am 4. Oktober.
Der gut besuchte Festgottesdienst war ein Familiengottesdienst, musikalisch gestaltet – wie dabei üblich – durch die LaudaTussis, diesmal unterstützt durch den Kirchenchor St. Franziskus. Als besonderer Gast konnte ein exzellenter Franziskuskenner, Pater Johannes Freyer OFM begrüßt werden, der den Gottesdienst mit der Gemeinde feierte. Pater Johannes lebt im Franziskanerkonvent in Dorsten und ist Professor für franziskanische Theologie. Als junger Franziskaner hat er Anfang der 1980er Jahre die Gemeinde bei drei Fahrten nach Assisi begleitet. In seiner Predigt spürte Pater Johannes der Frage nach, warum so viele Menschen seit 800 Jahren den Hl. Franziskus cool finden, warum er für viele ein Vorbild war und ist. Sein Resümee: Franziskus zeigt uns damals wie heute, dass die Welt auch besser, schöner sein kann, wenn wir nur wollen. Franziskus lädt uns ein, etwas dazu beizutragen. So ist die 800 Jahrfeier für Pater Johannes eine Einladung, Gott in unserem Alltag mehr in den Blick zu nehmen und zuzulassen, damit unsere Welt auch in Zukunft lebenswert bleibt.
Nach dem Gottesdienst wurde die Namenstagsfeier der Gemeinde im Pfarrsaal fortgesetzt. Es gab die Gelegenheit, mit Pater Johannes ins Gespräch zu kommen. Kinder hatten die Möglichkeit, malend und bastelnd dem Heiligen näher zu kommen und u.A. ein besonderes Franziskus-Leporello zu gestalten. In franziskanischer Bescheidenheit konnte der Hunger mit Würstchen im Brötchen und Waffeln gestillt werden. Die Spendeneinnahmen kommen dem von der Eine-Welt-Gruppe unterstützten CONASA-Schulprojekt in der Partnergemeinde Sao Francesco in Bacabal im Nordosten Brasiliens zugute.