Buße

Fehler zu machen und an sich selbst oder seinen Mitmenschen schuldig zu werden, ist und bleibt etwas zutiefst Menschliches. Christen mögen durch die Taufe fest zu Jesus Christus gehören und durch die Firmung Stärkung durch den Heiligen Geist erfahren haben. Das schützt sie jedoch nicht davor, Schuld auf sich zu laden.

Die Evangelien erzählen davon, dass Jesus Sünden vergibt, etwa in der berühmten Geschichte vom Zöllner Zachäus, bei dem Jesus einkehrt und ihm Heil verspricht, obwohl er für seine Mitmenschen ein Sünder ist (Lk 19,1-10). Laut Johannesevangelium spricht er die Vollmacht der Sündenvergebung auch seinen Jüngern zu: „Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten“ (Joh 20,23).

Der Umgang mit schuldig gewordenen Gemeindemitgliedern war vor allem in der Frühzeit des Christentums eine brennende Frage: Wie zum Beispiel umgehen mit jenen Menschen, die im Zuge der grausamen Christenverfolgungen ihren Glauben aus Angst um ihr Leben verleugnet hatten? Allmählich setzte sich die Überzeugung durch, dass Gott barmherzig ist und Sünden vergibt. Auch wer Schuld auf sich geladen hat, kann seine Nähe erfahren und Versöhnung erlangen. Aus dieser Erkenntnis bildete sich das Sakrament der Buße heraus, das auch Sakrament der Versöhnung genannt wird.

Das Sakrament wird in der Regel im Rahmen der Beichte gespendet. Gegenüber einem Priester bekennt man sich zu seinen Fehlern und Vergehen. Dieser hat aufgrund seines Amtes die Vollmacht, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes von der Schuld loszusprechen. Voraussetzung für die Versöhnung mit Gott ist aber die tatsächliche innere Bereitschaft zur Umkehr.

Sie Wünschen ein Gepräch mit einem unserer Seelsorger oder suchen einen Priester für die Beichte? Gerne steht Ihnen das Pastoralteam zur Verfügung!

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