auf dem Terrassen- bzw. Wiesengelände des Gemeindehauses an der Kapellenstr. 5 statt. Gleich zu Beginn der Messfeier wurden wir auf eine Zeitreise geschickt. Frau Pfannmüller beantwortet sehr detailiert und anschaulich eine sehr interessante Frage:
„Auf welchem Grundstück feiern wir heute unsere Heilige Messe – und was war hier früher?“
Mit der Beantwortung dieser Frage (Infos s. unten) entdeckten die Gottesdienstbesucher ein Stück Geschichte unserer Herz Jesu-Gemeinde.
Nach einer sehr schönen Messfeier mit dem Thema: „Die wunderbare Brotvermehrung“ (alle GD-Besucher erhielten Brot und Fische, diese in Form von Aufklebern zum Mitnehmen oder Teilen) kam es bei Grillwürstchen und Getränken zu einem gemütlichen Beisammensein.
Fotos: A. Drüber und A. Paschen
Ein paar kleine Infos zu der gemachten Zeitreise:
- Bis Mitte/Ende 19. Jahrhundert keine eigenständige kath. Kirchengemeinde in Bommern
- 1846 Gründung der Mariengemeinde
- 1848 Fertigstellung der Mariengemeinde
- 1883 Gründung kath. Verein für die männlichen Arbeiter durch den damaligen Kaplan von St. Marien
- Frauen errichten einen Bauverein für die Errichtung des Kirchleins in Bommern
- 05.1903 Grundsteinlegung der Kapelle
- nach fünfmonatiger Bauzeit wird die Kapelle am 18.10.1903 eingeweiht
- das Innere der Kapelle wird immer weiter verschönert
- 1912 kommt ein eigener Seelsorger-Kaplan: Theodor Legge
- es wird ein Wohnhaus errichtet und eine kath. Volksschule, die allerdings 1939 von den Nazis verboten und aufgelöst wird
- 12.1944 schwerer Luftangriff auf Witten, viele Gebäude werden zerstört- auch die Kapelle wird nicht verschont; die Schäden konnten aber repariert werden
- 1951 wird der Betrieb konfessionsgebunden wieder aufgenommen
- nach Kriegsende riecht die Kapelle nicht mehr aus – ein größeres Gotteshaus wird beschlossen
- Grundsteinlegung für die Kirche war der 10.06.1956
- Einweihung der Kirche war der 29.03.1958
- die alte Kapelle wird nicht nutzlos; diese wird Gemeindehaus und zum Versammlungsort für verschiedene Gruppen und Vereine
- 1966 wird die Schule geschlossen und der Abriss erfolgt 1973
- 1975 Errichtung des Kindergartens am alten Schulort mit einer Gemeindeklause im Keller
- das provisorische Gemeindehaus und die Gemeindeklause reichen für das Gemeindeleben nicht mehr aus
- die alte Kapelle wird abgerissen und seit 1997 steht dort das jetzige Gemeindehaus
Quellen: „Bommern Bauernschaft Industriegemeinde Wohnvorort“, 1993 und „Witten Geschichte von Dorf, Stadt und Vororten“, 2012, Herausgeber jeweils: Prof. Dr. Heinrich Schoppmeyer